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Rezension: Ich war erst 13- Die wahre Geschichte von Lon

14 Aug

Heute möchte ich euch dieses Buch vorstellen:

von Julia Manzanares und Derek Kent
Aus dem Amerikanischen von: Louis Anschel
Titel: Ich war erst 13 – Die wahre Geschichte von Lon
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
erschienen: 2007, Preis: 9,90€

ISBN: 978-89602-798-6

Der Inhalt:

“ Ich war erst 13- Die wahre Geschichte von Lon“ ist eine Autobiographie aufgeschrieben von den zwei Amerikanern: Julia Manzanares und Derek Kent . Es handelt von der jungen Boontah, die sich später im Buch Lon nennen wird. Boontah wächst in Thailand in einem Dorf im Isan auf. Boontah und ihre Familie wachsen in schlimmer Armut auf, und harte Arbeit auch für die Kinder bestimmt den Alltag der Familie. Nur die Jungen werden in Boontahs Familie bevorzugt behandelt und es wird darauf hingearbeitet, dass Boontahs jüngerer Bruder einmal ein gutes Leben haben wird und es wird ihm ermöglichst, die Schule zu ende zu machen und damit eine sichere Zukunft zu haben. Dies bleibt Boontah und ihren Schwestern verwehrt, Sie müssen hart arbeiten, während ihr Bruder einmal ein besseres Leben haben wird. Boontahs Vater ernährt die Familie und nimmt dafür harte und schlecht bezahlte Jobs fern von der Familie an, um diese zu ernähren. Seine Frau kümmert sich stattdessen um ihren jüngsten Sohn und Boontah und ihre Schwestern werden von ihren strengen Großeltern erzogen. Boontah vermisst ihren Vater sehr und er ist der Einzige in der Familie, der ihr Liebe schenkt. Für ihre Mutter sind die Töchter nicht wichtig, sie haben keinen Wert. Für Sie allein zählt nur ihr jüngster Sohn. Boontah hält es in ihrer Familie nicht mehr aus, Sie wird sehr streng erzogen und erfährt Gewalt. Ihre Familie vernachlässigt die Töchter und diese müssen weiterhin sehr hart arbeiten. Sie haben keine Kindheit. Eines Tages reißt Boontah , die ich ab sofort Lon nennen werde,  nach Bangkok aus und verlässt ihr Dorf. Ihr Vater erfährt dies und ist sehr besorgt um seine Tochter und sucht diese. Bei dieser Suche kommt er tragischerweise ums Leben. Dies verzeiht ihr ihre Familie nicht und Sie machen Lon, die nach mehreren Wochen in das Dorf zurückkehrt, für den Tod ihres Vaters verantwortlich. Lon macht sich starke Vorwürfe und Sie verkraftet diesen Schicksalsschlag nicht. Ihre Familie verstößt Sie und ihre Mutter schickt Sie fort… Dies ist der Beginn ihres neuen Lebens und Sie gerät mit nur 13 Jahren in die Sexindustrie. Lon verkauft ihren Körper an die zahlreichen Sextouristen, die nur aus diesem Grund nach Thailand kommen um mit jungen Mädchen Sex zu haben. Lon arbeitet ab sofort als Barmädchen und Prostituierte in Bangkok und in Pattaya und hält Ausschau nach Touristen, von denen Sie sich viel Geld erhofft, dass Sie an ihre Mutter schicken wird. Lon möchte ihren Schwestern ein besseres Leben ermöglichen und schickt aus diesem Grunde ihrer Familie regelmäßig viel Geld. Die Mutter nutzt dieses Geld, um “ Gesicht im Dorf zu machen“ , dies bedeutet, Sie stellt sich nun besser dar und präsentiert gerne ihren neu gewonnen Reichtum im Dorf, Sie ist nun etwas besseres, auch ihr Bruder erhält Geld und ihm wird jeder Wunsch erfüllt.Die Mutter verlangt mehr Geld von Lon und akzeptiert diese nun scheinbar, da Lon jetzt diejenige ist, die ihre gesamte Familie finanziert. Ihrer Mutter ist es egal, wie ihre Tochter Geld verdient, die Hauptsache ist, dass Sie dieses an die Familie schickt. Lon verändert sich in dieser Zeit, Sie schläft mit vielen Touristen und nimmt diese richtig aus, nur um an das Geld zu kommen, was diese ihr auch leichtgläubig gerne zur Verfügung stellen, wenn Lon nur das macht ,was die Touristen von ihr verlangen. Die Hauptaufgabe ist es Geld für ihre Familie zu beschaffen um den Tod ihres Vaters wieder gut zu machen. Lon hat in dieser  Zeit viele Affären, ihr ist es egal, wie die Männer sich fühlen, Sie braucht nur Geld und hofft nach Europa zu kommen. Dies gelingt ihr auch letztendlich , doch glücklich wird Sie nicht werden, wie man im Buch erfahren wird. Lon leidet unter schweren Depressionen und wünscht sich ein besseres Leben, Sie möchte eigentlich nur geliebt werden, gerät aber immer an die falschen Männer. Einmal verliebt Sie sich wirklich in einen Schweden, doch diese Beziehung geht zu Bruch. Der Schwede trennt sich von ihr und Lon fühlt sich sehr einsam. Sie lernt andere Männer kennen, die Sie schlecht behandeln und Lon wird ihnen gegenüber selbst gewalttätig. Lon hat starke psychische Problemen und muss viele Medikamente mit sehr starken Nebenwirkungen nehmen, alles nur, weil Sie sich ein besseres Leben für ihre Familie erhoffte, die Sie letztendlich nur ausgenutzt haben.

Fazit: Ein sehr ernstes Thema. Man erfährt viel über die Gefühle von Lon in dieser Zeit, man erfährt aber auch etwas über die Gesellschaft in Thailand und die Sexindustrie. Viele Menschen sehen bei diesem Thema einfach weg, es wird einfach akzeptiert. Leider ist Lon´s Schicksal kein Einzelschicksal und es ergeht vielen jungen Mädchen so wie Lon. Dieses Buch konnte man gut lesen, es zeigt uns, dass wir noch viel verändern müssen und es zeigt auch, warum diese Mädchen ihren Körper verkaufen, um ihre Familie zu unterstützen. Die Sextouristen, die nur aus diesem Grund nach Thailand fahren interessiert dies allerdings nicht….

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Rezension: Sorry, ihr Hotel ist abgebrannt

20 Jun

Heute möchte ich euch folgendes Buch vom Ullstein Verlag vorstellen:

Die  beiden Spiegel- Online Autoren : Stephan Orth und Antje Blinda schildern in “ Sorry, ihr Hotel ist abgebrannt“ kuriose Urlaubsgeschichten, die Sie zum Teil selber erlebt, oder die Menschen aus der Spiegel-Online Community erlebt haben, begleitet werden diese Berichte mit Cartoons von Hauck & Bauer.

“ Sorry, ihr Hotel ist abgebrannt“ ist der Nachfolger von:

Meine persönliche Meinung:

Gestern abend habe ich mit lesen des Buches angefangen und heute morgen habe ich die letzten Seiten zu Ende gelesen. Dies bedeutet also, dass mir das Buch gut gefallen hat und man dieses recht zügig lesen kann 😉 . Ich musste sehr oft über die Geschichten schmunzeln, war manchmal aber auch sehr darüber verblüfft, was manche Leute so erlebt haben und oft war ich aber auch über die Naivität mancher Leute schockiert.

Hier ein paar Beispiele:

schockiert war ich über folgende Situation:

„… Gleise sind doch zum Fahren gemacht, dachte sich wohl ein Autofahrer in Baden-Würtetemberg. Der 64- Jährige setzte bedingungsloses Vertrauen in sein Navigationsgerät und rollte mit seinem schwarzen BMW in den Karlsruher Altbahnhof ein…“ ( S. 198, Zeile 3-7)

Verblüfft war ich über folgende Aussage eines Hotelgastes:

“ Zum Zentrum hinkommen nur mit Taxi. Das Zurückkommen klappte entweder mit leichten Mädchen, türkischen Schwarztaxifahrern oder zu Fuß.[…] Die Dusche ist für vier Leute zu klein.“ ( S.184, Zeile 17-21)

Zum schmunzeln fand ich folgende Aussagen:

“ Die Kompetenz des Personals an der Rezeption lässt zu wünschen übrig. Begrüßung meiner Begleitung mit dem Namen der Begleitung meines letzten Aufenthaltes. Und das gleich fünfmal über den ganzen Aufenthalt- höchst peinlich.“ ( S. 178, Zeile 15-19)

“ Ich habe die Nacht in dem Hotelzimmer verbracht und einen freundlichen Geist getroffen. Die Erscheinung ging mit mir zu Bett, eine alte Dame, sie war sehr nett. ich habe ihr über den Kopf  gestreichelt, und wir hatten einen bequemen, erholsamen Schlaf. ich denke, nächstes Mal bitte ich um ein anderes Zimmer.“ ( S. 185, Zeile 12-17)

Fazit: Ein sehr unterhaltsames Buch, welches ich weiterempfehlen kann. Könnte man auch gut im Flugzeug oder generell auf Reisen lesen 😉

Rezension: Marina

15 Mai

Heute möchte ich euch folgendes Buch von Carlos Ruiz Zafón vorstellen:

ISBN: 978-3-10-095401-5

Seiten: 352 S. , gebunden

Verlag: S. Fischer

Preis: 19,95€

Der Inhalt des Buches:

Der junge Hauptdarsteller Óscar Drai lebt in einen Internat in Barcelona. Er sehnt sich nach einen anderen Leben und durchstreift in seiner Freizeit die Villenvirtel Barcelonas. Eines Tages gelangt Er zu einer dieser “ verwunschenen“ Villen und dringt in das scheinbar verlassene Gebäude ein,doch dieses Gebäude ist nicht verlassen, auch wenn es so scheint. Auf diese Weise lernt er die junge Marina und ihren Vater Germán kennen, die bald die Hauptrolle in seinen Leben spielen sollen. Zwischen Marina und Óscar entwickelt sich eine junge Liebe und eine wahre Freundschaft, die aber auch mit Verzweiflung, Krankheit , Angst und Tod verbunden ist. Òscar und Marina unternehmen sehr viel zusammen, auch wenn Marina sich um ihren kranken Vater Germán fast aufopferungslos kümmert. Eines Tages bringt Marina ihn an einen besondern Ort, einen Friedhof, wo Sie zum ersten Mal der „schwarzen Dame“ begegnen, die ein namenloses Grab besucht. Mit dieser Begegnung ändert sich ihr Leben schlagartig und Sie geraten in große ‚Gefahr, denn Sie versuchen ein lang gehütetes Geheimnis zu lüften, wo sich Ihnen  bald ein Horror Szenario offenbart.

Meine persönliche Meinung:

Zunächst einmal habe ich mich sehr gefreut „Marina“ zu lesen. Ich habe zuvor “ Der Schatten des Windes“ und “ Das Spiel des Engels“ von Carlos Ruiz Zafón gelesen und war absolut begeistert davon. Dementsprechend hoch war auch meine Erwartungshaltung an „Marina“, zudem der Autor am Anfang des Buches erklärt, dass dieser Roman, der 1999 in der Origialausgabe erschien, eines seiner Lieblingswerke sei. Leider wurde ich allerdings sehr enttäuscht, zwar ist der Stil wie Carlos Ruiz Zafón schreibt wirklich immer sehr gut und dagegen möchte ich auch gar nichts sagen, es gibt auch sehr viele schöne Zitate, welche ich hier aufführen könnte, aber ich belasse es bei einen:

“  Seine Worte habe ich in der Schatulle meiner Erinnerung eingeschlossen, in der Überzeugung, dass sie mir eines Tages dazu dienen werden, auf meine eigenen Ängste und Zweifel Antworten zu finden“ ( S. 33o, Zeile 19-23)

Allerdings passt meiner Meinung  nach die Liebesgeschichte zwischen Óscar und Marina auf der einen Seite und die fast horrorartige Geschichte um das dunkle Geheimnis, auf der anderen Seite, überhaupt nicht zusammen, zudem ist dieses „Geheimnis“  auch sehr schnell absehbar, auch wenn zwischendurch immer eine gute Spannung aufgebaut wird. Der Schluss der Horrorgeschichte war vorraussehbar und endet auch schnell. Das Ende der Geschichte zwischen Óscar und Marina und die Rolle, die Germán dabei spielt,hingegen war allerdings  sehr überraschend, was ich aber als sehr gut einstufe, man hätte   etwas  ganz anderes erwartet und der Autor spielt in dieser Hinsicht mit seinen Lesern. Ich hätte mir gewünscht, dass Er dies bei dem „Horror- Szenen“ auch getan hätte.

Desweiteren hat mich auch die geringe Seitenanzahl gestört, wobei man   diese Zahl eines cleveren Layout zu verdanken hat, ansonsten wäre die Seitenanzahl wohl  noch geringer.

Ich finde dafür hat dieses Buch schon einen stolzen Preis !!!

Mein Fazit: Ein guter Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón, wobei der Inhalt nicht so recht passt. Man sollte dieses Werk nicht mit „ Der Schatten des Windes“ und “ Das Spiel des Engels“ vergleichen, denn es kann nicht mithalten. Ich würde persönlich eher die beiden eben genannten Werke weiterempfehlen…

Rezension: Smaragdgrün

29 Apr

So, nach etwas längerer Zeit habe ich es nun auch geschafft “ Smaragdgrün“ zu lesen:

Smaragdgrün von Kerstin Gier ist der dritte und letzte Teil der Edelstein-Triologie.

Die Geschichte handelt von Gwendolyn Shepherd, einem jungen Mädchen,die ein besonderes Gen besitzt, welches Ihr ermöglichst mit Hilfe eines sonderbaren Chronographen durch die Zeit zu reisen. Im Laufe der einzelnen Bände der Edelstein-Triologie deckt Gwendolyn einige Geheimnisse auf, wie zum Beispiel das Geheimnis ihrer Familie , das dunkle Geheimnis um den schauderhaften Grafen von St.Germain und das Geheimnis, was hinter dem Chronographen, der Loge der Wächter und den Zeitreisen steckt. Sie entdeckt aber auch etwas ganz besonderes: die Liebe, die sich nicht nur zwischen ihr und dem jungen Gideon entwickelt…Gwendolyn gerät letztendlich in große Gefahr, wo Ihr so gar nach dem Leben getrachtet wird, aber Sie merkt auch, dass die Liebe unsterblich sein kann.

Ich möchte nicht mehr vom Inhalt von Smaragdgrün verraten, sonst würde ich die ganze Spannung, die sich in den einzelnen Bänden aufbaut, vorwegnehmen. Ich kann aber verraten, dass man den dritten Teil der Edelstein-Triologie, genau wie auch die Bände davor, ziemlich zügig lesen kann. Wenn man sehr viel Zeit hat, dann könnte man es auch an einen Tag schaffen.
Das Geheimnis, welches gelüftet wird, war für mich etwas vorhersehbar, besonders jetzt beim dritten Band, aber es hat mich auch nicht davon abgehalten weiterzulesen, denn es waren auch andere Einzelheiten im Buch so lesenswert, dass man dieses einfach nicht aus der Hand legen konnte. Ich mag immer noch Xemerius, ein Dämon eines Wasserspeiers , der während der Geschichte stets präsent  war mit seinen Sprüchen und ich musste auch öfters beim lesen darüber schmunzeln. Auch die Geschichte zwischen Gwendolyn und Gideon war abwechslungsreich zu lesen, wobei dieser Aspekt eher was für die Teenager ist, die  Kerstin Gier dafür vergöttern werden bzw. es schon tun 🙂

Fazit: Smaragdgrün kann man sehr gut zwischendurch und auch recht zügig lesen. Die Liebesgeschichte wird Teenager, die schon einmal Liebeskummer verspürten, verzaubern. Das lang ersehnte Geheimnis wird nun endgültig gelüftet und Xemerius kann mit seinen  Sprüchen  einen zum schmunzeln bringen.

Rezension: Der Schatten des Windes

25 Apr

Heute möchte ich euch folgendes Buch vorstellen:

                                                                                                         ISBN: 978-3-518-45800-6

                                                                                                         Verlag: Suhrkamp

                                                                                                          Preis: 9,90€

Der Inhalt des Buches ( Quelle: Suhrkamp):

„…Als der junge Daniel, von seinem Vater geführt, den geheimen „Friedhof der Vergessenen Bücher“ betritt, ahnt er nicht, daß in diesem unwirklich scheinenden Labyrinth sein Leben eine drastische Wende nehmen wird. Er darf sich ein Buch auswählen, für das er allein die Verantwortung trägt. Das Buch, das er sich greift, Der Schatten des Windes von einem gewissen Julián Carax, wird ihn sein ganzes zukünftiges Leben nicht mehr loslassen.

Daniel, der allein mit seinem Vater im grauen Barcelona der Franco-Ära aufwächst, ist fasziniert von der Geschichte, die er liest. Er macht sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Autor, will wissen, wer dieser Mensch war, was ihm widerfahren ist, warum nur noch so wenige Exemplare seiner Bücher erhalten sind. Was als neugieriges Spiel beginnt, wird rasch zur Bedrohung, als ein Mann mit narbiger Ledermaske auftaucht, der hinter Daniels Exemplar her ist. Das Unheimliche bekommt beängstigend konkrete Gestalt.

Daniels Leben gerät mehr und mehr in den Bann des mysteriösen Autors, von dem keiner weiß, warum jemand all seine Bücher bis aufs letzte Exemplar zu vernichten sucht. Alle Menschen, denen Daniel begegnet, auch die Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in diesem großen Spiel zu sein. Sie alle haben es darauf abgesehen, Daniel in die Irre zu führen. Aus seinem Lieblingsroman wächst ihm die Realität entgegen, und es ist, als ob die vergangene Geschichte sich in seinem eigenen Leben wiederhole, das von den Schatten furchtbarer Ereignisse verdunkelt zu werden droht….“

Meine persönliche Meinung:

“ Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón ist eines meiner Lieblingsbücher!!! Der Roman zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann. Für mich ist es eine kunstvoll  verwobene Geschichte, in der es um Bücher geht, aber auch um Liebe, Hass und ein dunkles Geheimnis. Es spielt in der Mitte des 19.Jahrhunderts  in Barcelona .

Dem jungen Protagonisten: Daniel Sempre fällt eines Tages ein Buch in die Hände, ein Buch, welches an einem besonderen Ort aufbewahrt wurde, dem “ Friedhof der vergessenen Bücher“, ein mysteriöser Ort, wo besondere Bücher aufbewahrt werden, die die Zeit überleben sollen, ohne dass die ganze Menschheit von deren Existenz  weiß. Der Zugang zu diesen seltsamen Ort ist nur einigen, wenigen Menschen bekannt, die dieses Geheimnis aber hüten und nur ausgewählten Menschen den Zugang dazu verschaffen.

Ich persönlich finde es spannend, einen solchen Ort zu erschaffen. Ich würde mir wünschen, es würde so einen Ort auch  bei mir in der Stadt geben, wo ich besondere Bücher verstecken könnte und die dann eines Tages von jemanden gefunden werden können, der damit etwas verbinden kann und damit meine ich  jetzt nicht eine Bibliothek, die für alle öffentlich zugänglich ist, sondern vielmehr einen geheimen, mysteriösen Ort, wo man nur durch Zufall hin gelangen könnte. Auch würde ich selber gerne ein solches,  Geheimnis- bewahrendes Buch finden wollen  ;-). Diesen Aspekt des Buches finde ich sehr interessant und ich glaube auch deshalb hat mich das Buch schon von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, denn dann würde ich diesen “ Bann“, den der Autor erschafft ,zerstören. Es gibt viele interessante Persönlichkeiten, die in der Geschichte auftauchen und die unterschiedliche Merkmale aufweisen, so wird zum Beispiel eine erblindete Darstellerin: Clara  zunächst als Engel beschrieben, wenn man aber tiefer in die Geschichte vordringt, passen diese „reinen“ und “ himmlischen“ Beschreibungen so gar nicht mehr. So ist es auch mit der Person des : Julian Carax, zunächst scheint der Protagonist: Daniel Sempre ziemlich verzaubert von dieser Person zu sein, gegen Ende jedoch wird Julian fast “ dämonisch“ beschrieben und dieser wird letztendlich das Verhängnis für Daniel Sempre werden…

Zu der Gestaltung des Buches kann ich sagen, dass mir das Cover sehr gut gefällt.So zeigt es  einen älteren Herren , der einen kleinen Jungen an der Hand hält ( wahrscheinlich soll es Vater und Sohn symbolisieren). Zusammen gehen Sie an einer dunklen und grauen Straße vorbei, im Vordergrund sieht man eine große Straßenlaterne. Meiner Meinung nach passt dieses Cover sehr gut zum Inhalt des Buches, das Cover ist grau und im Nebel gehalten, wie die Geschichte, die zu dieser Zeit im dunklen und grauen  Barcelona während der Franco-Ära spielt, die Geschichte ist nicht vorhersehbar, was auch sehr gut zum Bild des Nebels passt.

Fazit: Man sollte dieses Buch einfach lesen, es wurde nicht umsonst ein Weltbestseller 😉

Rezension: Markus Feldenkirchen- Was zusammen-gehört

7 Feb

Der Inhalt des Buches (Quelle: http://www.keinundaber.ch/markusfeldenkirchen/01424/index.html )


„Der Brief legt in Sekunden frei, was Benjamin jahrelang zu verdrängen versucht hat. Beim bloßen Anblick des Absenders kehrt er ins Jahr 1989 zurück, als die Mauer fiel und er bei einem Schüleraustausch in Irland sein Herz an die geheimnisvolle Victoria verlor. Genau so, mit derselben Adresse und ohne Namen, waren damals ihre heiß ersehnten Liebesbriefe eingetroffen.

Inzwischen lebt Benjamin ein anderes Leben. Der Banker verdient hervorragend, hat eine Freundin, eine Geliebte und eine teure Wohnung, für deren Einrichtung er aber keine Zeit findet. Nun plötzlich, mit dem Brief in der Hand, kommt ihm nicht nur sein Zuhause leer vor. Benjamin steckt den Brief ungeöffnet in die Tasche und bricht zu einer Geschäftsreise nach Irland auf – lange kann er sich seiner Kraft jedoch nicht entziehen.

Gekonnt und feinsinnig erzählt Markus Feldenkirchen eine mitreißende Liebesgeschichte und davon, wie Mauern einbrechen.“

Meine persönliche Meinung:

Markus Feldenkirchen beschreibt gekonnt und mit sehr schönen Bildern die Wiedervereinigung einer Liebe sowie die Wiedervereinigung Deutschlands, die zu dem Zeitpunkt stattfindet als der Protagonist der Geschichte: Benjamin bei einem Schüleraustausch in Irland auf seine große Liebe Victoria trifft. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es neben der „Liebe“ auch viele politische  Themen aufgreift( wie z.B.die Osteraufstände in Irland, der Volksaufstand in der DDR, der Fall der Mauer, die Wiedervereinigung Deutschlands,das Annähern zwischen Ost und West,Irland und der streng katholische Einfluss , die Finanzkrise…) die parallel zur Geschichte laufen, ohne diese dadurch zu zerstören. Mir gefällt die Art und Weise wie Markus Feldenkirchen schreibt, man konnte das Buch ziemlich zügig lesen, da es sehr flüssig geschrieben ist, besonders gefallen hat mir auch die poetische Ader der Liebesbriefe, die sehr schön doch nicht zu kitschig geschrieben wurden. Interessant fand ich auch den wiederkehrenden Bezug auf Heinrich Bölls Werke:“ Ansichten eines Clowns“ und das “ Irische Tagebuch“. Insgesamt kann ich dieses Erstlingswerk von Markus Feldenkirchen nur weiterempfehlen!!! Ein wirklich sehr schöner Liebesroman, der nicht zu kitschig ist und nebenbei noch  politische Themen aufgreift. Einfach wunderbar, sollte man gelesen haben, es ist ein wirklich schöner Zeitvertreib 🙂

Juliet Marillier: Die Tochter der Wälder

6 Sep

(Quelle : Amazon.de)

  • Verlag: Droemer Knaur (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426702266
  • ISBN-13: 978-3426702260

Welche Freude, endlich wieder einen Fantasy-Roman in Händen zu halten, der alles hat, was das Herz begehrt: Eine fantastisch-märchenhafte Welt, die doch greifbar realistisch erscheint; eine wunderbare, liebenswerte Heldin; und eine bewegende, wunderschön geschriebene Geschichte voller Magie, Tragik und Liebe.

Juliet Marillier schöpft aus dem hier zu Lande wenig bekannten Schatz irisch-keltischer Märchen und erzählt die Geschichte von den sechs Schwänen vor historischem Hintergrund nach. Schauplatz ist das Irland des 9. Jahrhunderts, als keltische Stammesfürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigten. Die junge Sorcha ist das siebte Kind und die einzige Tochter eines solchen Fürsten. Da ihr gestrenger Vater kaum einen anderen Gedanken kennt als den Krieg, wächst das mutterlose Mädchen frei und wild in den Wäldern Irlands auf — umsorgt und beschützt von ihren sechs älteren Brüdern.

Diese Freiheit findet ein jähes Ende, als ihr Vater sich neu vermählt. Die unheimliche Schwiegermutter hat bald mit Hilfe von Magie und weiblicher List den gesamten Haushalt unter ihre Kontrolle gebracht, und als die Geschwister versuchen sich aufzulehnen, verwandelt sie die sechs Brüder in Schwäne. Sorchas einzige Chance, den Bann zu lösen ist mit einem furchtbaren Opfer verbunden. Damit nicht genug, wird sie vom Feind gefangen genommen und nach Britannien verschleppt. Allein in der Fremde, ringt sie weiter um die Vollendung ihrer furchtbaren Aufgabe ohne zu ahnen, dass ihr eine noch schwerere Prüfung bevorsteht…“

Meine persönliche Meinung: Für mich ist “ Die Tochter der Wälder“ ein sehr schöner Fantay-Roman, basierend auf dem Märchen : die sechs Schwäne. Ich mag diesen epischen Roman, da Er sich mit Keltischen Fakten beschäftigt und die Liebesgeschichte zwischen einer Irin und eines Briten erzählt.
Diesen Roman kann ich Jedem empfehlen, der sich gerne verzaubern lässt 😉